Alle drei Begriffe stammen aus dem angelsächsischen Sprachraum. Mobbing und Bullying bezeichnen beide das Verhalten von Kollegen zueinander. Bossing bezeichnet Mobbing durch Vorgesetzte.
Studien zufolge bezeichnen sich über ein Million Erwerbstätiger selbst als Mobbingopfer. Zusammenhänge des Mobbings, seine Symptome und Ursachen sind häufig nicht einseitig, sondern auf verschiedenen Gebieten und in mehreren Zusammenhängen zu sehen. Mobbing führt häufig zu einer geschwächten Stellung im Konflikt mit Kollegen und/oder Vorgesetzten. Verhaltensweisen, die vor allem durch ihre Wiederholung zum Bullying werden, sind isoliert in der Einzelsituation nicht ohne weiteres als Mobbing erkennbar.
Zwischen Mobbingopfer und Mobbern besteht ein Machtunterschied — auch, aber nicht notwendigerweise in der Hierarchie (Vorgesetzter mobbt Mitarbeiter), sondern unter Umständen allein schon durch eine Überzahl von Mobbern gegenüber einem Mobbingopfer.
Bei den betroffenen Personen, Betrieben, innerhalb einer Gesellschaft und volkswirtschftlich verursacht Bullying häufig große Schäden und Kosten durch Ausfälle und resultierende wirtschaftliche Ineffizienz.
Unbewusst projizieren Organisationen manchmal unerwünschte Themen auf eines ihrer Mitglieder (z. B. Teammitglied). Dieses Mobbingopfer repräsentiert dann einen bestimmten Mangel, ein verdrängtes Thema, stellvertretend für das Team. Das ist für die Organisation aus ihrer Innensicht schwer zu erkennen. Nicht selten besteht (daher) keine Bereitschaft, das Thema bzw. das Mobbing im Team zu lösen. Der Umgang damit besteht ja gerade darin, das beiseite geschobene Thema auf eine andere Person zu projizieren und damit die Auseinandersetzung zu umgehen.
Bestimmte Rahmenbedingungen innerhalb einer Organisation können Bullying begünstigen. Besteht zum Beispiel im betrieblichen Umfeld starke Konkurrenz um Aufstiegsmöglichkeiten oder um die Betriebszugehörigkeit überhaupt (Arbeitsplatzknappheit), steigt die Wahrscheinlichkeit für das Entstehen von Mobbing-Situationen. Dasselbe gilt für starken (marktseitigen) Veränderungsdruck auf die Organisation.
Weiteren Einfluss hat die Qualität der Ablauf- und Aufbauorganisation, die Kultur der arbeitgebenden Organisation, Klarheit in der Aufgabenverteilung und Kommunikation, konsequente, berechenbare Unternehmensführung. Letztere ist umso weniger vorhanden, je eher die Führung der Organisation Bullying zulässt — eine häufige Mobbing-Situation ist ja die durch Vorgesetzte ("Bossing"). In einer Kultur der Achtsamkeit und Würdigung der Mitarbeiter untereinander ist die Wahrscheinlichkeit von Mobbing gering.

Kollegen oder Vorgesetzte sind etwa gleichauf die häufigsten Verursacher von Mobbing. Bullying betreiben häufig aber auch Vorgesetzte gemeinsam mit Kollegen. Weniger "sattelfeste" Vorgesetzte erfahren manchmal auch Mobbing durch ihre Mitarbeiter.
Häufig, wenn insbesondere eine einzelne Person mobbt, versucht diese Person (bewusst oder unbewusst) dadurch ein bei sich selbst wahrgenommenes Defizit zu überdecken. Die mobbende Person nimmt die gemobbte Person als kompetenter und damit oft als Konkurrenz oder Gefahr wahr.
Häufig passen Eigenschaften der mobbenden Organisation und des Mobbingopfers wie Schlüssel und Schloss zueinander. Das Mobbing-Opfer ist oft sehr sachkompetent, sein/ihr Selbstwertgefühl ist im Gegensatz dazu häufig schwach ausgeprägt. Ein häufiges Phänomen ist faktisch unbegründetes, dennoch vorhandenes schwach ausgeprägtes Selbstwertgefühl. Gründe dafür können vielfältig sein. Viele, selbst hochkompetente Menschen sind davon betroffen. Bewusst oder unbewusst spüren das die Mobbing-Betreiber. Sie tasten sich an die Mobbing-Empfänglichkeit ihres "Opfers" langsam heran.
Verhalten, das die Arbeitsergebnisse sabotiert oder die Arbeitsfähigkeit des Mobbingopfers einschränkt:
Verhalten, welches die Karriere des Mobbingopfers behindert oder gefährdet:
Soziale Isolierung des Mobbingopfers:
Persönliche Angriffe:
